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Freiburger RC vs. Eintracht Frankfurt

7. Okt.
6 Min. Lesezeit

Die Herren des Freiburger Rugby-Clubs konnten am vergangenen Samstag einen deutlichen 78:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt feiern. Hinter dem Ergebnis stand vor allem eine Mannschaft, die immer besser zusammenfindet und viele der Dinge auf den Platz bringen konnte, an denen in den vergangenen Monaten gearbeitet wurde.


Bereits die zwei Wochen vor der Partie waren von einer hohen Trainingsbeteiligung und viel Konkurrenz innerhalb des Kaders geprägt. Unter Headcoach Gordon hat sich über die vergangenen Monate Schritt für Schritt ein klarer Gameplan entwickelt. Die Abläufe greifen zunehmend, jeder kennt seine Aufgaben und gegen Frankfurt konnte die Mannschaft viele dieser Elemente erstmals über längere Phasen unter Wettkampfbedingungen umsetzen.


Wie viel Energie im Team steckte, war bereits beim Warm-up zu spüren. Nach einer kurzen, emotionalen Ansprache in der Kabine ging Freiburg entsprechend motiviert auf den Platz. Die erste Möglichkeit auf Punkte gehörte allerdings den Gästen. Bereits nach rund einer Minute entschied sich Frankfurt nach einem Penalty für den Kick auf die Stangen, verfehlte diesen jedoch.


Danach übernahm Freiburg zunehmend die Kontrolle. Über die Außenbahnen entstanden immer wieder Räume, gleichzeitig funktionierte auch das Spiel der Forwards. Besonders über die Mauls konnte Freiburg viel Druck entwickeln und zu Punkten kommen. Statt sich vom schnell wachsenden Vorsprung zu einem wilden Spiel verleiten zu lassen, blieb die Mannschaft über weite Strecken ihrem System treu und arbeitete sich methodisch über das Feld.


Frankfurt war mit einem sehr kleinen Kader nach Freiburg gereist. Mit Shawn und Pierre liefen deshalb zwei Freiburger für die Eintracht auf und absolvierten dort die gesamte Partie. Ein besonderer Dank geht an beide, die sich ohne Zögern zur Verfügung stellten und über 80 Minuten alles für ihre temporäre Mannschaft gaben.


Freiburg konnte dagegen auf eine volle Bank zurückgreifen und ab der zweiten Hälfte nach und nach frische Spieler bringen. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Unterschied in der Kaderbreite deutlich. Während bei Frankfurt nach der Pause verständlicherweise die Kräfte nachließen, konnte Freiburg Tempo und Intensität hochhalten. Auch die eingewechselten Spieler fügten sich in das bestehende System ein und hielten den Druck aufrecht. Am Ende standen 78 unbeantwortete Punkte auf der Anzeigetafel.


Ganz ohne Arbeit für die kommenden Wochen ging aber auch dieses Spiel nicht zu Ende. 21 Penalties, davon 15 in der zweiten Hälfte, waren deutlich zu viel. Auch die zuletzt bereits thematisierte Tacklehöhe bleibt mit Blick auf die neuen Ligaregeln ein Thema. Offensiv führte der große Wille, selbst noch einen Versuch zu erzielen, zeitweise zu einem etwas zu ambitionierten Offload-Spiel. Nicht jeder Ball musste noch aus dem Kontakt heraus weitergespielt werden. Positiv war jedoch, dass die Mannschaft trotz des hohen Spielstands grundsätzlich ihrem System treu blieb und nicht in reines Individualspiel verfiel.

Zum Man of the Match wurde Thyme Monteith gewählt. Als Co-Captain ging er nicht nur auf dem Platz voran, sondern übernahm auch im Team Huddle Verantwortung. Mit starken Aktionen im Kontakt, mehreren Linebreaks und seiner Arbeit in den Forwards war er ein wichtiger Bestandteil der Freiburger Leistung.


Auch einige weitere Spieler stachen aus einer insgesamt starken Mannschaft hervor. Tommy fand an diesem Nachmittag offenbar großen Gefallen an der gegnerischen Tryline und steuerte gleich mehrere Versuche bei. Noah Law zeigte auf der Acht eine starke Allround-Leistung mit wichtigen Tackles, Carries und viel Arbeit in den Rucks. Leo setzte Frankfurt mit seinen Chases immer wieder tief in der eigenen 22 unter Druck. Marvin wiederum fühlte sich auf der Flankerposition sichtbar wohl und brachte viel Energie und Physis in Tackles und Rucks.


Ein besonderes Spiel war es außerdem für Pov, der erstmals für die Freiburger Herren auflief. Glückwunsch zum Debüt!

Trotz des deutlichen Ergebnisses gilt auch Eintracht Frankfurt ein ausdrücklicher Dank für die Partie. Die Mannschaft trat trotz ihres kleinen Kaders an, kämpfte über 80 Minuten weiter und ermöglichte beiden Teams einen wertvollen Spieltag.


Das 78:0 ist damit nicht nur ein weiterer Sieg, sondern vor allem eine Bestätigung der Entwicklung der vergangenen Monate. Der Freiburger Gameplan wird zunehmend zu einem System, auf das sich die Mannschaft auch unter Wettkampfbedingungen verlassen kann. Gleichzeitig zeigen 21 Penalties und einige unnötige Ballverluste, dass weiterhin genügend Arbeit wartet.


Als Nächstes geht es für die Herren zum TSV Handschuhsheim nach Heidelberg. Dort wartet der nächste und sicherlich deutlich härtere Stresstest für die Freiburger Maschine.


Zusammenfassung:

Versuche: Thyme, Michael, James W., Noah Law, 2x James B., Antoine, 4 Thomas C., Francis

Erhöhungen: 9x Thomas C.



***english version***


The Freiburg Rugby Club Men celebrated a convincing 78–0 home victory over Eintracht Frankfurt last Saturday. More than anything, the result reflected a team that is continuing to come together and was able to put many of the things it has been working on over the past few months into practice on the pitch.


The two weeks leading up to the match had already been marked by strong training attendance and plenty of competition within the squad. Under Head Coach Gordon, a clear game plan has gradually developed over the past few months. The structures are becoming increasingly familiar, everyone knows their role, and against Frankfurt the team was able to execute many of these elements consistently under match conditions.


The energy within the team was already evident during the warm-up. Following a short and emotional speech in the changing room, Freiburg took to the pitch highly motivated. However, the first opportunity to put points on the board belonged to the visitors. After just over a minute, Frankfurt opted to kick for goal following a penalty, but the attempt went wide.


From that point on, Freiburg increasingly took control. Space repeatedly opened up out wide, while the forwards were equally effective. Freiburg were particularly strong through their mauls, generating considerable pressure and turning it into points. Rather than allowing the rapidly growing lead to turn the match into a loose and unstructured affair, the team largely stuck to its system and worked its way methodically up the field.


Frankfurt had travelled to Freiburg with a very small squad. As a result, Shawn and Pierre stepped in for Eintracht and played the full match in Frankfurt colours. A special thank you goes to both of them for stepping up without hesitation and giving everything for their temporary team over the full 80 minutes.


Freiburg, meanwhile, had the benefit of a full bench and were able to gradually introduce fresh players during the second half. As the match progressed, the difference in squad depth became increasingly apparent. While Frankfurt understandably began to tire after the break, Freiburg were able to maintain both their pace and intensity. The players coming off the bench fitted seamlessly into the existing system and kept the pressure on. By the final whistle, Freiburg had put 78 unanswered points on the scoreboard.


Despite the result, there is still plenty to work on in the coming weeks. A total of 21 penalties, 15 of them in the second half, was far too many. Tackle height, which has already been a point of discussion in recent weeks, also remains an area of focus in light of the new league regulations. In attack, the desire to score sometimes led to overly ambitious offloads, with players occasionally trying to keep the ball alive when it would have been better to simply secure possession. The positive, however, was that despite the scoreline, the team largely remained committed to its system rather than slipping into individual rugby.

Thyme Monteith was named Man of the Match. As Co-Captain, he led from the front on the pitch and also took responsibility in the team huddle. With strong carries into contact, several line breaks and a high work rate among the forwards, he played an important role in Freiburg's performance.


Several other players also stood out in what was an impressive team performance. Tommy appeared to take a particular liking to the Frankfurt try line, crossing for several tries during the afternoon. Noah Law delivered a strong all-round performance at number eight, contributing important tackles, carries and plenty of work at the breakdown. Leo repeatedly put Frankfurt under pressure deep inside their own 22 with his kick chases, while Marvin looked very comfortable at flanker, bringing plenty of energy and physicality to both tackles and rucks.


It was also a special afternoon for Pov, who made his first appearance for the Freiburg Men. Congratulations on the debut!

Despite the one-sided scoreline, Eintracht Frankfurt also deserve a great deal of credit. Despite travelling with a small squad, they took to the field, continued to fight for the full 80 minutes and ensured that both teams were able to enjoy a valuable day of rugby.


The 78–0 victory was therefore more than just another win. It was a confirmation of the progress the team has made over the past few months. Freiburg's game plan is increasingly becoming a system the players can rely on under competitive conditions. At the same time, 21 penalties and several unnecessary turnovers showed that there is still plenty of work ahead.


Next up, the Freiburg Men travel to Heidelberg to face TSV Handschuhsheim. There, a considerably tougher test awaits the Freiburg machine.



Match Summary:

Tries: Thyme, Michael, James W., Noah Law, 2x James B., Antoine, 4 Thomas C., Francis

Conversions: Thomas C. (9)

 
 
 

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